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Europäisches Planspielforum 2017 - Postkartenkampagne

Birgit Zürn, Sebastian Schwägele, Daniel Bartschat (28.06.2017)

Postkartenkampagne zum EPF2017

Am 22. und 23. Juni 2017 fand an der DHBW Stuttgart das 31. Europäische Planspielforum unter dem Leitthema "Designing Interaction" statt. Zum zweiten Mal war das ZMS zusammen mit dem Planspielfachverband SAGSAGA Veranstalter der größten Tagung zum Thema Planspiele in den eigenen Räumen. Wie immer gab es ein prall gefülltes Programm und passend zum Thema eine interaktive Aktion: das Zusammenführen von Puzzleteilen. Am Ende ergaben sich fünf Motive, die zentrale Aspekte des Planspiels aufgreifen und visualisieren.

Ein paar Hintergründe zum Entstehungsprozess

Die Ideen entstanden im Vorfeld des EPF 2017 durch Birgit Zürn, Sebastian Schwägele und Daniel Bartschat bei einem Kreativworkshop im ZMS. Fragestellung war, auf welche Aspekte es im Rahmen eines Planspielseminars typischerweise ankommt und wie man diese Elemente bildlich darstellen könnte.

Relativ schnell waren die fünf Statements gefunden. Ursprüngliche Idee war, diese mit einem vorangestellten "Bitte..." zu formulieren, z.B. "Bitte querdenken". Arbeitstitel war zu Beginn daher die "Bitte - Kampagne". Hintergrund war die Perspektive des Facilitators, der die Teilnehmenden aktiv zum Querdenken und Ausprobieren anregen soll. Wir verstehen den Spielraum, den ein Planspiel öffnet, immer wieder ganz bewusst als Experimentierraum und das "Bitte" sollte genau darauf aufmerksam machen.

Letzlich haben wir uns aufgrund des imperativen Charakters des Wortes "Bitte" doch dazu entschlossen, den Fokus allein auf den jeweiligen Schlüsselbgriff zu legen. In einem Planspiel sind die fünf verschiedenen Aspekte schließlich ja auch nicht immer gleich stark gefordert. Dort, wo sie nicht passen, sollten sie auch nicht unnötig eingefordert werden.

Die Visualisierung im zweiten Schritt war dann gar nicht so einfach. Ziemlich schnell war das Bild zum Begriff "Querdenken" gefunden. Daraus ergab sich dann die Idee, auch für die anderen Begriffe eine Pöppel-Tier-Interaktion zu verwenden. Speziell das Bild zum Begriff "Neues wagen" hat uns einiges an Kopfzerbrechen bereitet...

Die finalen Bilder dürfen frei in Seminaren, etwa zum Einstieg oder im Debriefing eingesetzt werden. Alle Teilnehmenden des EPF 2017 haben die Motive in Form von Postkarten mit nach Hause bekommen.

Entstehungsprozess

 

Finale Postkarten

Texte zu den Bildern

"Querdenken": Planspiele regen zum Querdenken an - neue Wege gehen und kreative Ideen und Lösungen finden. Dies bedeutet auch, Probleme auf unkonventionelle Art zu lösen und eingeübte Muster auch einmal zu verlassen.

"Fragen stellen": Planspiele animieren dazu, Fragen zu stellen - um Dinge zu klären oder auch um Vorgehensweisen in Frage zu stellen. Wer fragt, findet und bekommt Antworten. Wer fragt, lernt Neues und kann sich und anderen neue Perspektiven eröffnen. Wer fragt, führt.

"Entscheidungen treffen": Planspiele erfordern das Treffen von Entscheidungen sowie das Ausprobieren und Verfolgen neuer Strategien. Die fehlerfreundliche Umgebung erleichtert dabei das Tragen der Konsequenzen des eigenen Handelns und das Aushalten des Risikos, auch mal zu scheitern.

"Meinung vertreten": Planspiele bieten den Raum, die eigene Meinung zu vertreten. Das heißt: gute Argumente finden, diskutieren und um Lösungen ringen, auch mal streiten und verhandeln. Jede einzelne Meinung zählt und ist für das Ergebnis wichtig.

"Neues wagen": Wer Risiken eingeht und auch mal ins kalte Wasser springt, gewinnt. Planspiele ermuntern dazu, Dinge auf verschiedene Arten anzugehen, Neues zu wagen, Versuchsballons steigen zu lassen und ihre Wirkung zu erleben.

Wie haben Sie das Europäische Planspielforum 2017 erlebt? Welche Assoziationen fallen Ihnen zu den Bildern ein? Wir freuen uns über Ihre Schilderungen, direkt als Kommentar oder per Mail an zms@dhbw-stuttgart.de

Schlagwörter:

EPF2017, Postkarten, Planspielmerkmale