ZMS mit KI-Workshop auf dem TOPSIM Planspielkongress in Tübingen vertreten
Wie kann Künstliche Intelligenz Planspiele sinnvoll bereichern, ohne dabei den eigentlichen Lernprozess aus dem Blick zu verlieren? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Zentrum für Managementsimulation (ZMS) auf dem diesjährigen TOPSIM Planspielkongress in Tübingen.
Zentrumsleiterin Birgit Zürn und Dr. Tom Huhnke gestalteten dort den Workshop „Preisverhandlungen neu gedacht: KI im TOPSIM Planspiel“. Ziel war es, aufzuzeigen, wie KI gezielt eingesetzt werden kann, um Planspiele noch immersiver, realistischer und lernwirksamer zu gestalten. Dabei stand nicht die Technologie selbst im Mittelpunkt, sondern ihr didaktischer Mehrwert. Gleichzeitig bot der Workshop den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Verhandlungskompetenzen in einer praxisnahen Simulation zu trainieren.
Rund 30 Teilnehmende traten einzeln oder in Zweierteams gegen einen KI-gestützten Großabnehmer an. Ihre Aufgabe: eine möglichst hohe Stückzahl zu einem möglichst attraktiven Preis zu verkaufen. Für die Verhandlungssituation standen verschiedene Personas mit unterschiedlichen Charaktereigenschaften und Verhaltensmustern zur Auswahl. Dadurch entstanden abwechslungsreiche Gesprächsverläufe und individuelle Herausforderungen, die ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit und Verhandlungsgeschick erforderten.
Neben dem fachlichen Anspruch kam auch der spielerische Charakter nicht zu kurz. Die Teilnehmenden konnten unmittelbar erleben, wie KI-basierte Rollen authentische Verhandlungssituationen erzeugen und gleichzeitig neue Möglichkeiten für die Weiterentwicklung von Planspielen eröffnen.
Auch über den eigenen Workshop hinaus bot der Kongress zahlreiche Impulse. Besonders spannend waren die Diskussionen rund um das Zusammenspiel von Mensch und Künstlicher Intelligenz in Planspielen, im Vortrag „Mensch gegen Maschine: Wer gewinnt das Planspiel?“ von Max Michatz. Darüber hinaus nutzte das ZMS die Veranstaltung intensiv für den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus Wissenschaft und Praxis. In vielen Gesprächen entstanden neue Ideen für Kooperationen, Forschungsprojekte und innovative Lehr-Lern-Formate.
