Die ZMS-Zukunftswerkstatt - mitdenken, gestalten und sich einbringen
Schon lange haben wir uns mit dem Gedanken getragen, eine Zukunftswerkstatt für unser ZMS durchzuführen. Dieses Format eignet sich, die Zukunft unseres Planspiel-Zentrums mit all ihren Facetten neu zu denken – kreativ, kommunikativ und provokativ. Zusammen mit interessierten Planspielleiter*innen (intern und extern) haben wir einen ganzen Tag lang geplant, entworfen und entwickelt und dabei die schöpferische Phantasie und den Erfindungsgeist herausgefordert. Alle Beteiligten konnten ihre Vorstellungen und Ideen, Ängste und Bedürfnisse frei äußern, Bewährtes hinterfragen, Denkmuster durchbrechen und provokante Lösungen erarbeiten.
EIne Zukunftswerkstatt besteht aus drei Phasen: Kritik - Utopie - Realisierung. Wir starteten die Kritikphase in Gruppen mit der Fragestellung: Was muss passieren, damit das ZMS in zehn Jahren gescheitert ist und keine Planspiele mehr gebucht werden? Es entstand eine Wand voller Moderationskarten, die wir anschließend geclustert haben.
Ein Ergebnis war neben organisatorischen Risiken, Budgetfragen und Themen wie personeller Verstetigung, dass unser Fokus auf den (veränderten?) Bedürfnissen der Studierenden liegen sollte. So hatten wir beim Mittagessen bereits Stoff für intensive Gespräche in froher Runde.
Die folgende Utopiephase begann mit Einzelarbeit: "Wie könnte das ZMS der Zukunft aussehen? Was könnte sich verändern und wie?" Anschließend entstand das gemeinsame Big picture einer Weltraum-Landschaft mit Elementen, die zum Erfolg in unserer Zukunft beitragen könnten - wie gesagt mit viel Raum für Gesponnenes, Kreativität und Offenheit. Wir finden, das Ergebnis kann sich a) sehen lassen, birgt aber b) auch viele tolle Ideen und Elemente. Hier ein paar Ausschnitte aus dem Großen Ganzen - bei dieser Gelegenheit bedanken wir uns bei Daniel und Sebastian, die ihre Künste im Graphic Recording wieder einmal unter Beweis stellen konnten. Sensationell!
Es zeigte sich, dass wir uns inhaltlich an aktuellen Themen unserer Zeit orientieren sollten. Wir sehen bereits einen Trend zu kürzeren Spielen mit weniger Anteil an detaillierten Kennzahlen-Analysen. Wichtiger im Arbeitsleben, aber auch in der Ausbildung werden Kompetenzen / future skills wie kritisches Denken, Auseinandersetzung mit Strategien, komplexe Zusammenhänge erfassen und interdisziplinär denken und handeln. Weitere Punkte entnimmt man am besten der Grafik.
Im letzten Schritt ging es dann um erste konkrete Realisierungsideen für uns. Womit sollen wir starten? Die beiden Gruppen erarbeiteten einen ganzen Schwung von möglichen ersten Umsetzungen:
- für die erste Gruppe lag das kurzfristige Ziel im Halten des hohen Niveaus verbunden mit der Idee, durch qualitative Evaluation die Wünsche der Studierenden zu erfassen. Mittelfristig sollten wir unsere Lernreise mit interdisziplinären Konzepten anreichern und langfristig unser Wissen noch stärker in die Hochschule der DHBW, aber auch in die gesamte Hochschullandschaft zu tragen.
- die zweite Gruppe hatte konkrete erste Umsetzungsideen in Form eines Bar-Camp-Formats für den Einstieg ins Studium (mehr im Bild), Soft Skill Qualifizierung unserer Seminarleitenden, um auch anstrengende mehrtägige Planspiel-Seminare aufzubrechen und anzureichern sowie ein Online-Event als Fortsetzung der Zukunftswerkstatt anzugehen, um kritische Stakeholder zusammenzubringen und den Austausch fortzusetzen.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten für den intensiven und offenen Austausch und gehen einige Punkte auf jeden Fall mit Elan an!







