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"Ich bin nicht hier weil ich muss, sondern weil ich will" - Generation Z an der Hochschule

Collage - Bilder aus unterschiedlichen Generationen

Um es vorwegzunehmen: Die Jugend ist verkommen und undiszipliniert. Darüber sind sich die (älteren) Generationen offenbar seit Jahrtausenden einig. Wer die Jugend wohl erzogen hat?

Etwas differenzierter haben wir uns im Rahmen des ZHL-Seminars "(Digitale) Generationen - Auf wen lasse ich mich da ein?" mit den Charakteristika von Generationen beschäftigt - immer mit der Frage: Wer sind die Erstsemester die demnächst an der DHBW ins Studium starten? Von der Stillen Generation der Nachkriegszeit über die Babyboomer bis zu den Generationen X, Y und Z haben wir uns mit den jeweils spezifischen Bedingungen des Aufwachsens beschäftigt. Was die Generation Z (Geboren ab 1996) von allen vorherigen Generationen unterscheidet: Für sie war digitale und mobile Kommunikation (Chats, Videocalls, mobiles Internet) praktisch von Anfang an zugänglich. Eine rein analoge Welt kennt sie nicht. Dies führt zu einem natürlichen Zuhausesein in digitalen Medien bei gleichzeitigem Unverständnis gegenüber Ansprüchen, die von früheren Generationen an sie herangetragen werden (z.B. die Formatierung von Bewerbungsunterlagen). Zudem ist die Generation Z stark auf Work-Life-Separation fokussiert. Freizeit und Familie sind ihr sehr wichtig und sie macht Dinge, weil sie will, nicht weil sie muss. Sprüche wie, "Was man begonnen hat, bringt man zu Ende" hinterfragt die Generation Z radikal, einerseits weil es ihrem Selbstverständnis entspricht, andererseits aber auch, weil sie es kann. Der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt wirbt um sie.  

Viele Merkmale des dualen Studiums könnten der Generation Z entgegenkommen. Es ist ein klar strukturiertes Studium in kleinen Gruppen mit enger Anleitung durch Duale Partner und Hochschule. Es bietet ein hohes Maß an Sicherheit durch gute Übernahmechancen und einer deutlichen Berufsperspektive. Evtl. müssen wir lernen diese Beneftis an die Generation Z zu kommunizieren? Die Generation Z wird das Studium aber nur durchziehen, wenn sie einen Sinn darin erkennt ("ich bin nicht hier weil ich muss, sondern weil ich will"). Die Herausforderung der Zukunft wird also sein, Inhalte und Lehre so zu gestalten, dass die Zielgruppe einen klaren Mehrwert darin erkennt.