Track 2 / Best Practice 3

"Zug-um-Zug" Theatermethode als Coaching Tool im Planspiel

Im Planspiel SysTeamsChange von riva werden 26 verschiedene Figuren auf einem Spielbrett mit bestimmten Aktionen durch einen Veränderungsprozess bewegt. Dabei werden unterschiedliche Ziele und Interessenkonflikte der Figuren im Spiel thematisiert. Hierzu dienen Theorien zur Organisationsentwicklung, zur Teamentwicklung, zu lernenden Organisation, zu Prozessen der Veränderung und zu Widerständen gegen Veränderung.

Mit der "Zug-um-Zug" Theatermethode übernehmen nun die TN als leibhaftige Schauspieler/-innen verschiedene Rollen der STC-Figuren und spielen die Interessenkonflikte auf einer "Neun-Punkte-Bühne". Der Erkenntnisgewinn besteht im Vorgang, welcher zur Entscheidung führt. Also, welchen Zug, mit welcher Absicht der Spieler macht und wie er dem Gegenspieler antwortet und konfrontiert.

Spielende und Zuschauende können das nachvollziehen. Sie erfahren viel über sich selbst! Wegen der Unwägbarkeit des Ausgangs erfahren sie im Spiel das Authentische, das uns lebendig erscheint.

Das Spiel ist im weiteren Sinne Weltaneignung und Selbstaneignung. Das spielende Ich schafft sich selbst durch den Prozess der Aneignung: Wie fälle ich bestimmte Entscheidungen? Warum fälle ich eine bestimmte Entscheidung und warum auf eine bestimmte Weise? Warum wähle ich eine bestimmte Option zu handeln aus den verschiedenen zur Auswahl stehenden aus?

Das Spiel dient dazu, innere Prozesse unserer Wirklichkeit, die aus dem Planspiel STC generiert wird, adäquat abzubilden.

Die "Zug-um-Zug" Theatermethode als Coaching Tool im Planspiel STC dient als Beratungssetting zur Steigerung von Achtsamkeit in Beratungsprozessen.

Referent

Prof. Dr. Stephan Rometsch

Duale Hochschule Gera Eisenach