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Das ZMS-Kartenspiel beim Einsatz im Sporttraining

Jens Bolay (14.01.2016)

Auf unserer Website sammeln wir Einsatzbeispiele für das ZMS-Kartenspiel. Neben der klassischen Verwendung im Unterricht und in Seminaren bieten sich die verschiedenen Farben und Symbole auf den Karten auch für Trainingsgruppen im Sportverein an. In diesem Blogbeitrag schildert Trainer Jens Bolay seine Variante für den Einsatz der Karten im Schwimmtraining.

Das ZMS-Kartenspiel kann auch im Schwimmtraining verwendet werden. Die Farbe der Karte - rot oder grau - bestimmt zu Beginn die Gruppenaufteilung (diese bleibt unverändert bis zum Ende der Trainingseinheit). Der Wert der Karte - Ass bis sieben - steht dabei für die auszuführende Übung, das Symbol auf der Karte - z.B. Dreieck - ist der Bereich, der die Zahl der Wiederholungen angibt und die Spielfiguren - eins bis drei - stehen für die Anzahl der Sets/Durchgang. Beispiel: Gruppe rot schwimmt zuerst und Gruppe grau bleibt fürs Athletiktraining am Beckenrand. Der individuelle Trainingsplan für das Athletiktraining ergibt sich dann aus den Informationen auf der Karte. Hat man z.B. ein Ass gezogen, steht dies für die Übung "Liegestütze". Aus den Symbolen und Anzahl der Spielfiguren erhält man weitere Informationen zu seiner Übung.
Ass = Liegestütze,
Dreieck = mindestens 15-18 Wiederholungen,
eine Spielfigur = ein Set. Die Gruppe rot schwimmt so lange, bis der letzte in Gruppe grau das Athletiktraining absolviert hat. Wer schnell ist oder Glück beim Ziehen hatte, kann sich so eine kurze Pause verdienen. Sobald der letzte mit dem Athlethiktraining fertig ist, wird sofort gewechselt - in diesem Beispiel schwimmt dann Gruppe grau und rot macht Athletiktraining. Sobald der letzte in Gruppe rot das Athletiktraining beendet hat, werden die Karten neu gemischt und wieder verteilt. Wie oben beschrieben bleibt die Gruppenaufteilung unverändert. Es geht nur darum, dass die Schwimmer nun eine neue zu absolvierende Übung + Anzahl der Wiederholungen + Anzahl der Sets erhalten. Dieses Prozedere kann entweder für eine festgelegte Zeit (z.B. 20 Minuten - Ziel: So viele Durchgänge wie möglich) oder für eine festgelegte Anzahl an Durchgängen (z.B. 5 Durchgänge so schnell wie möglich) wiederholt werden. Das Resultat ist natürlich kein perfekt abgestimmter Trainingsplan fürs Athletiktraining und sollte daher nicht permanent genutzt werden. Es ist eines von vielen Instrumenten, um Abwechslung ins Training zu bringen. Es macht aber großen Spaß und ist spannend, da der Trainingsplan für jeden anders und der Trainingsverlauf somit nicht vorhersehbar ist. Wie setzen Sie das ZMS-Kartenspiel ein? Wir freuen uns über die Einsendung kreativer Ideen, die wir auf unserer Website mit allen Nutzern teilen dürfen. Weitere Anwendungsmöglichkeiten des ZMS-Kartenspiels

Schlagwörter:

Kartenspiel, Übung, Trainingsdesign

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