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Gruppen einteilen leicht gemacht

Sebastian Schwägele, Daniel Bartschat, Birgit Zürn (01.03.2015)

Sortierung nach Kartenwert

Fragen zu stellen gehört zum Handwerkszeug von Seminarleiterinnen und Seminarleitern. Nicht selten bekommt man jedoch keine oder nur rudimentäre Antworten von der Seminargruppe. Deutlich leichter fällt ein Gesprächseinstieg in kleinen Gruppen. Das ZMS-Kartenspiel bietet hierfür eine einfache, aber sehr vielseitige Unterstützung. Es ermöglicht, eine Seminargruppe mehrmals und unkompliziert in unterschiedlichen Konstellationen in eine gewünschte Gruppenstärke oder zu einer gewünschten Gruppenzahl zu teilen.

Bleibt die Antwort auf eine Frage an das Plenum aus, liegt dies nicht automatisch daran, dass diese Frage uninteressant oder rhetorisch war. Häufig genügt bereits, die große Gruppe in Kleingruppen aufzuteilen. Diskussionen über fachliche, methodische oder soziale Aspekte fallen in kleinen Gruppen deutlich leichter. Mit Hilfe des ZMS-Kartenspiels haben Sie die Möglichkeit, eine Seminargruppe mehrfach in eine unterschiedliche Anzahl an Kleingruppen oder in Gruppen unterschiedlicher Größe zu teilen. Dadurch verändern sich auch die Gruppenzusammenstellungen, wodurch der Austausch weiter intensiviert werden kann.

Vorgehen

  1. Jeder Teilnehmende erhält eine Spielkarte in der vorsortierten Reihenfolge beginnend mit dem Kreuz-As.
  2. Anhand der Spielkarten (grau und rot; Kreuz, Herz, Pik und Karo; 1, 2 und 3 Spielfiguren; 5 Symbole am rechten Kartenrand) werden die Teilnehmenden in Kleingruppen aufgeteilt.
  3. Beispiel: 6 Gruppen = Anzahl und Farbe der Spielfiguren
  4. Die Teilnehmenden bearbeiten eine vorgegebene Fragestellung und berichten anschließend im Plenum.
Weitere Fragestellungen können in diversen neuen Gruppenkonstellationen bearbeitet werden. Eine Seminargruppe kann auf zwei Arten geteilt werden: in eine bestimmte Anzahl an Kleingruppen oder in Kleingruppen mit einer bestimmten Anzahl an Personen. Zum Einstieg ist die Einteilung in eine bestimmte Anzahl an Gruppen zu empfehlen. Als Seminarleitung haben Sie vorab die Möglichkeit, in Ruhe zu überlegen, wieviele Gruppen notwendig sind, um beispielsweise auf eine Kleingruppengröße von vier bis sechs Personen zu kommen. Durch die spezielle Sortierung und Codierung der Spielkarten erhalten Sie immer die bestmögliche Gruppenaufteilung. Außerdem bleiben keine Teilnehmenden übrig. Mögliche Varianten für die Einteilung in eine bestimmte Anzahl an Kleingruppen:
  • 2 Gruppen: rot und grau
  • 3 Gruppen: Anzahl der Spielfiguren
  • 4 Gruppen: Spielkartensymbole
  • 5 Gruppen: Symbole am Kartenrand
  • 6 Gruppen: Farbe und Anzahl der Spielfiguren
  • 8 Gruppen: Wertigkeit der Spielkarten*
  • 10 Gruppen: Symbole am Kartenrand und Farbe
  • 16 Gruppen: Wertigkeit der Spielkarten und Farbe*
* Eine Einteilung in diese Anzahl an Kleingruppen ist nur möglich, wenn (fast) alle Karten eines Spielsets ausgegeben wurden.

Beispiele für die Einteilung in Kleingruppen mit einer bestimmten Anzahl an Personen:
  • 2er-Gruppen: zwei Personen mit gleicher Farbe und Wertigkeit
  • 3er-Gruppen: drei Personen mit unterschiedlicher Anzahl an Spielfiguren
  • 4er-Gruppen: vier Personen mit gleicher Wertigkeit der Spielkarten
  • 5er-Gruppen: fünf Personen mit unterschiedlichen Symbolen am Kartenrand
  • 6er-Gruppen: sechs Personen mit unterschiedlicher Farbe und Anzahl der Spielfiguren

Beispielsituationen

Beispiel 1: Im Rahmen von Vorlesungen wird es immer wieder dazu kommen, dass einzelne inhaltliche Blöcke dozentenzentriert aufbereitet werden. Nach ca. einer halben Stunde theoretischen Inputs wird die Gruppe in Kleingruppen aufgeteilt (z.B. 8 Gruppen). Die Kleingruppen erhalten den Auftrag, die wesentlichen Inhalte der letzten halben Stunde zusammenzufassen, offene Fragen zu sammeln, Praxisbeispiele zu suchen, ... Dieses Wechselspiel zwischen Plenumsphasen und Kleingruppenphasen kann beliebig wiederholt werden. Nutzen Sie hierfür unterschiedliche Gruppengrößen und -zahlen. Beispiel 2: Sie nutzen das Kartenspiel bereits zur Einteilung der Kleingruppen für ein Planspiel (z.B. 5 Gruppen). In den Debriefingphasen kann es wertvoll sein, neue Kleingruppen zu bilden, um verschiedene Fragen zu diskutieren (z.B. sechs Gruppen), beispielsweise: "Was waren die Erfolgsfaktoren des wirtschaftlichen Handelns im Planspiel?"

Download

Sortierungsanleitung inklusive beispielhafter Symbole [2,4 MB]

Schlagwörter:

Kartenspiel, ZMS, Didaktik, Methode, Framegame